Standpunkt 10
Bürgernähe beginnt mit Zuhören
Bürgerbeteiligung darf für mich nicht erst beginnen, wenn eine Planung nahezu abgeschlossen ist und anschließend öffentlich vorgestellt wird. Ich möchte früher zuhören.
Deshalb probiere ich bereits im Wahlkampf unterschiedliche Formen des Austauschs aus. Mein virtuelles Teetrinken ist dafür ein Beispiel: unkompliziert dazukommen, eine Frage stellen, eine Idee äußern, Kritik loswerden – oder einfach zuhören.
Warum sollte ein solches Format mit dem Wahltag wieder verschwinden? Ich kann mir vorstellen, als Bürgermeister regelmäßig digital mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und bei bestimmten Themen auch die jeweils zuständigen Ansprechpartner aus der Verwaltung einzubeziehen.
Aber digitaler Dialog ersetzt persönliche Begegnung nicht. Bürgersprechstunden, Gespräche in den Ortsteilen und Begegnungen auf Veranstaltungen gehören genauso dazu.
Mein Verständnis von Bürgernähe lässt sich deshalb in einem Satz zusammenfassen: Die Bürger müssen nicht immer erst zum Bürgermeister kommen. Ein Bürgermeister muss auch Wege finden, zu den Bürgern zu kommen.
Und in Ostfriesland darf das natürlich gerne bei einer Tasse Tee geschehen.