Standpunkt 02
Wirtschaftsförderung beginnt mit Zuhören
Eine lebenswerte Stadt braucht eine starke wirtschaftliche Basis. Unternehmen, Handwerk, Handel und Dienstleister schaffen Arbeitsplätze, Einkommen, Ausbildungsplätze – und nicht zuletzt die finanziellen Spielräume, die unsere Stadt für ihre Entwicklung benötigt.
Als Unternehmer weiß ich: Arbeitsplätze entstehen nicht im Rathaus. Aber das Rathaus kann sehr viel dafür tun, dass Unternehmen gerne in Aurich investieren.
Deshalb möchte ich einen regelmäßigen Auricher Unternehmertisch etablieren.
Nicht als repräsentativen Termin, bei dem alle einander erzählen, wie wichtig die Wirtschaft ist. Sondern als Arbeitsgespräch: Wo drückt der Schuh? Was erschwert Investitionen? Welche Verfahren dauern zu lange? Was kann die Stadt besser machen? Welche Entwicklungsmöglichkeiten benötigen bestehende Unternehmen?
Wirtschaftsförderung bedeutet für mich dabei nicht nur, neue Unternehmen nach Aurich zu holen. Mindestens genauso wichtig ist es, diejenigen zu unterstützen, die bereits hier sind, Arbeitsplätze schaffen, ausbilden und Steuern zahlen.
Und wir müssen darüber reden, was Fachkräfte dazu bewegt, nach Aurich zu kommen und hierzubleiben. Dazu gehören Arbeitsplätze – aber ebenso Wohnen, Schulen, Kinderbetreuung, Kultur, Freizeit und Lebensqualität.
Wirtschaft und Lebensqualität sind keine Gegensätze. Sie bedingen einander.